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„Hol dir doch eine Pizza; Töchter ohne Väter“ – Frankfurter Rundschau, Sylvia Staude, 18.11.1997

Hol dir doch eine Pizza; Töchter ohne Väter
Frankfurter Rundschau, Sylvia Staude, 18.11.1997

Der Niedergang der traditionellen Familie hat natürlich auch das Jugendbuch erreicht. Nina Petrick, die in „der Regentrinkerin“ die 14jährige Anne sprechen läßt, berichtet einfühlsam von den Problemen einer pubertierender Tochter, die nur noch eine elterliche Bezugsperson hat. Anne ruft ihre Freundin Antonia an, wenn sie ganz dringend etwas erzählen muß.
Richtig flott wird das erzählt, in einer saloppen Sprache, die doch nie versucht, sich dem ja häufiger als die Mode wechselnden Jugendjargon anzubiedern
Nina Petrick blendet die Härten des Alltags nicht aus, weder die Verletzungen, die sich Menschen gegenseitig zufügen, den Kummer, den Katzenjammer. Doch fuchtelt sie nicht mit dem erhobenen Zeigefinger herum.

Rezension von Larper

Luzie kann es immer noch nicht fassen. Es ist Freitagmorgen und sie wacht neben Nadine auf. Eigentlich ist das nicht ungewöhnlich. Denn schließlich hat ihre beste Freundin bei ihr übernachtet. Doch sollte nicht bereits Samstag sein? Zuerst ungläubig staunend, dann immer mehr ihre Chance witternd, beginnt Luzie den Tag so zu gestalten, wie sie ihn sich vorstellt. Leider kann sie nicht verhindern, dass ihre Mama sich schon wieder mit Kaffee begießt und so ihren besten Rock zum zweiten Mal ruiniert. Aber da ist ja noch mehr – etwas viel Wichtigeres. Zunächst gilt es, das Fußballspiel gegen die 4b zu gewinnen. Das ist wirklich wichtig, denn Sieg oder Niederlage entscheiden über den Fortbestand der Freundschaft mit Nadine. Auch darf sie nicht den kleinen Jungen mit der riesigen Torte vergessen; ihm muss sie diesmal auf jeden Fall aus dem Weg gehen. Eigentlich hätte Luzie wirklich keinen Grund sich zu wünschen, diesen verflixten Freitag noch einmal zu erleben. Aber sie begreift recht schnell, dass es vielleicht auch eine Chance sein kann – Luzies zweite Chance. Und diesmal wird alles gut – hoffentlich.

Die Autorin bedient sich einer bekannten Art der Zeitreise. Ein Mensch erhält die Gelegenheit ein Missgeschick in der Vergangenheit wieder gut zu machen und so positiv sein Leben, aber auch das anderer Menschen zu verändern. Einer der bekanntesten Vertreter diese Genres ist sicher der Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Nina Petrick erzählt in einem plauderhaften Ton. Man hat das Gefühl, dass Luzie selbst ihre Geschichte einer Freundin oder dem Tagebuch anvertraut. Dabei sind diese Tagebuchschilderungen aber nie langweilig. Stets mit einer Portion Humor erlebt der Leser Luzies Abenteuer auf eine rasante Art und Weise. Anfangs ist die Handlung etwas zu rasant und durch die verschiedenen Zeitebenen etwas verworren. Denn von einem Kapitel zum anderen wechselt die Autorin zwischen Vergangenheit und Gegenwart oder bereits in die Zukunft. Dadurch erlebt der Leser die Geschehnisse nicht in chronologischer Reihenfolge sondern fast parallel nebeneinander. Nach einigen Kapiteln findet man sich dann aber im Gewirr der Zeitabläufe gut zurecht und kann genüsslich beobachten, wie Luzie von einem Fettnäpfchen ins nächste tappt. Ihr passieren so viele Missgeschicke, dass man einfach Mitleid mit ihr haben muss. Schlussendlich geht es aber nicht um die vielen Kleinigkeiten, sondern um die große Freundschaft zwischen den beiden Mädchen. Luzie bedeutet diese mehr als alles andere und so stürzt sie sich zunächst unwissend aber voller Tatendrang in das Abenteuer Zeitreise.

Etwas ungewohnt befindet sich das Inhaltsverzeichnis am Ende des Buches. So dass es für einen Überblick über die Geschichte empfehlenswert ist, erst einmal ein Tabu zu brechen und zunächst die letzten beiden Seiten zu lesen. Für Lesepausen sorgen die im Text verteilten Bilder, welche jedoch sicher nicht jeden Geschmack treffen. Denn an Stelle von realistischen Illustrationen verwandelt Stefanie Harjes das Geschehen mit ihren Zeichnungen teilweise ins Surreale. So etwa, wenn die Mädchen als in einem Käfig gefangene Vögel dargestellt werden. Die Bilder illustrieren damit weniger die Handlung als beschreiben vielmehr die damit verbundenen Gefühle und Emotionen.

Fazit: Eine nette Geschichte darüber, wie schwer es manchmal ist um eine Freundschaft zu kämpfen. Die Zeitreise ist nur schriftstellerisches Mittel, um dies darzustellen. Selbst wird sie nicht thematisiert. Im Gegenteil: manchmal bedarf es mehr als nur einer zweiten Chance. Eine Frage bleibt zum Schluss: Gibt es so etwas wie Schicksal?

www.derbuntehund.de

Luzies zweite Chance von Nina Petrick
Quelle: www.derbuntehund.de

Luzie hat einen ganz blöden Freitag erlebt, an dem sie einen riesengroßen Streit mit ihrer Freundin Nadine hatte. Am Abend isst sie, ohne es zu wissen, einen Zauberkeks, durch den sie den gleichen Tag noch einmal erlebt. Natürlich versucht sie nun, alles besser zu machen. Das ist total spannend zu lesen, aber leider schafft Luzie es auch beim zweiten Mal nicht, den Tag ohne Streit mit Nadine zu verbringen. Zum Glück bekommt sie dann noch eine dritte Chance, ihre Freundschaft zu Nadine zu retten. Sie gewinnen zwar trotzdem nicht das Fußballspiel, bleiben aber weiterhin dicke Freundinnen, und das fand ich das Wichtigste.

„Ein Keks mit Wunderwirkung“ – Cornelia Geissler, Berliner Zeitung Online, 15.09.2007

Bei Alice im Wunderland bewirkt ein Keks, dass das Mädchen schrumpft. Jeder, der dieses Buch gelesen hat, weiß, dass man Getränke und Esswaren unbekannter Herkunft nicht bedenkenlos zu sich nehmen sollte. Luzie, die Heldin in Nina Petricks neuem Buch Luzies zweite Chance ist da noch unerfahren. Sie nimmt sich einen der beiden Kekse, die in einer interessanten Dose auf dem Tisch liegen. Der gebildete Leser erwartet nun Wachstum oder Schrumpfen, aber es kommt anders. Luzie befällt plötzlich große Müdigkeit und sie schleppt sich gerade noch zum Bett. Wieder erwacht, merkt sie bald, dass sie den gerade vergangenen Tag noch einmal erlebt. Was für eine Chance! Luzie hatte sich nämlich mit ihrer besten Freundin verstritten und will nun versuchen, im entscheidenden Augenblick den Gang der Ereignisse zu ändern. Damit aber der Leser überhaupt weiß, wovon die Rede ist, springt Nina Petrick beim Erzählen hin und her, erläutert die Ereignisse des Vortags und schildert, was dann bei der Wiederholung passiert. Luzie rutscht jedoch wieder ins Schlamassel hinein. Glücklicherweise war noch ein zweiter Keks in der Dose. Petricks Ton ist munter, ihre aus Luzies Perspektive erzählte Geschichte lebt von witzigen Formulierungen und den Überraschungen eines ganz normalen Schultags mit Kinder-Streitereien und launischen Lehrern. Stefanie Harjes Zeichnungen passen herrlich dazu.

„Ein Keks mit Wunderwirkung: Luzies zweite Chance“
Vorgestellt von Cornelia Geissler, Berliner Zeitung Online, 15.09.2007

Kulturradio

Ihre Eltern haben eigene Probleme, ihre beste Freundin ist krank. Als aber auch andere Kinder aus Charlies Klasse in die Mangel genommen werden, schmieden sie zusammen einen Abwehrplan. Noch bevor sie ihn umsetzen können, lassen Bazille und Co. plötzlich von ihnen ab. Rätselhaft ist das! Die Kinder nehmen die Fährte auf, schnüffeln ihnen quer durch Berlin hinterher, denn bald ist klar: Bei Bazille geht es jetzt um größere Fische. Um Einbruch, Diebstahl, Hehlerei. Und dahinter steckt ein skrupelloser Erwachsener. Nur wer?
Geschickt beleuchtet Autorin Nina Petrick beide Seiten des berühmten „Gemeinsam sind wir stark“. So, wie die Bande mit krimineller Energie zusammenhält, so halten die Kinder dagegen. Berlin ist abenteuerliche Kulisse und Handlungsmotor zugleich: Die Stadt bietet Raum für Geheimniskrämerei und Spurensuche durch Schrebergärten, Antiquitätenladen, Mietshäuser. Und sie verleiht den Figuren einen gewissen Großstadtcharme.
Souverän bewegen sie sich über die Schauplätze, zeigen munterforsches Selbstbewusstsein und ein lockeres Mundwerk, das gefährlichen Situationen etwas die Schärfe nimmt und doch die Spannung bis zum Showdown im Keller von Charlies Zuhause steigert. Petrick legt eine zweite Ebene an, die aus der Geschichte mehr als einen Krimi macht. Sie verarbeitet modernen Kinderalltag, Gewalt unter Kindern und Jugendlichen, Bandenbildung, materielle Fragen und Ansprüche, Eifersucht, Mitläufertum. Der literarische Ton bleibt konzentriert, ist nie aufgesetzt, sondern wird durch eigenwillige Figuren belebt, die unerwartet handeln und für Wendepunkte sorgen. Ein toller Schmöker für die Restferienzeit!

Rezension von Matita C. Leng www.literaturzirkel.eu

Rezension von Matita C. Leng (08/2007), www.literaturzirkel.eu

»Ein Kinderkrimi in bester Erich-Kästner-Tradition« steht in großen, roten Buchstaben auf dem Umschlag des neusten Werkes der Peter-Härtling-Preisträgerin Nina Petrick. Mit einem solchen Vergleich liefert der Verlag einer Rezensentin eine Steilvorlage, und ich möchte mich herzlich dafür bedanken.
Die Ich-Erzählerin Charlie ist zehn Jahre alt, lebt in Berlin und besucht die vierte Klasse. Bis vor Kurzem gab es keine ernsthaften Probleme mit den Jugendlichen der Halstuchbande und ihrem Anführer Bazille, doch dann beobachtet Charlie Bazille beim Ladendiebstahl und erlebt, wie Mitglieder dieser Gruppe rabiat anderen Kindern das Taschengeld abpressen. Verzweifelt grübelt Charlie über Lösungsmöglichkeiten nach.
Ihre berufstätigen Eltern sind zur Zeit beide mit Problemen am Arbeitsplatz ausgelastet. Auch Tante Lilli hat etwas anderes im Kopf als Kindernöte: Sie ist frisch verliebt in den Antiquitäten-händler Frank. Charlies beste Freundin Anuschka liegt seit Wochen mit Lungenentzündung im Bett. Gut, dass die neue Mitschülerin Hanna, die aus New York hergezogen ist, und Charlies Freund Torsten so mutig und patent sind. Die Lage spitzt sich immer mehr zu und die Indizien für weitreichendere Verbrechen erhärten sich dank der Detektivarbeit der Viertklässer. Für Charlie wird der Fall dadurch erschwert, dass sie ausgerechnet Tante Lillis Freund Frank mit Bazille beim Basketballspielen im Park sieht.
Der Kinderkrimi ist durchgehend flott geschrieben und zeichnet sich durch abwechslungs-reiches Deutsch aus. Solche Variationsvielfalt im Satzbau und im Wortschatz ist mir gerade bei Büchern für Leser in diesen literarisch prägenden Jahren zwischen zehn und vierzehn wichtig.
Ob es Nina Petrick vergönnt sein wird, von so vielen Generationen von Kindern gelesen zu werden wie der oben erwähnte Erich Kästner, kann nur die Zukunft zeigen.
Ihr Roman CHARLIE UND DIE HALSTUCHBANDE hat einen Platz unter den Evergreens der Kinder- und Jugendliteratur gewiss verdient.

Rezension von Büchereule (magali) 11.01.2008

In einem Moment ist Charlies – Charlottes – Leben das einer ganz normalem Zehnjährigen, im nächsten schon wirbelt alles durcheinander. Die Eltern sind auf einmal gereizt, weil sie im Beruf Probleme haben, und streiten oft, Tante Lilli ist frisch verliebt und erzählt nur noch von ihrem Frank, Charlies beste Freundin Anuschka ist immer noch krank und eine neue Schülerin, Hanna, kommt in die Klasse. Als ob das für eine geplagte Zehnjährige nicht genug wäre, beginnt auch noch der Ärger mit Ronny Baziller, genannt Bazille, und seiner Bande mit den grünen Halstüchern. Die etwas älteren Schüler erpressen auf einmal ziemlich gewalttätig Schutzgelder von den Kleinen. Das ist übel.

Charlie und einige ihrer Freunde, neue wie alte, versuchen, sich gegen die Halstuchbande zusammenzuschließen, aber das ist nicht so einfach. Die Mitglieder der Bande sind größer, stärker und offenbar schlauer. So allmählich aber fallen Charlie merkwürdige Dinge auf. Tante Lillis Neuer, Frank, ist Antiquitätenhändler, aber was hat der mit Bazille zu schaffen? Und warum hört die Halstuchbande plötzlich auf, die Kleinen zu plagen? Was haben die größeren Schüler vor?
Charlie beschließt, Detektivin zu spielen und zieht ihre Freundinnen und Freunde mit. Sie beschatten, sie lauschen, sie kombinieren und kommen einer tollen Sache auf die Spur. Es wird sogar ziemlich gefährlich. Und der Schluß ist tatsächlich der Höhepunkt.

Dieser Kinderkrimi ist so ziemlich rundum gelungen. Charlie selbst erzählt die Geschichte, mit einer herzerwärmenden Mischung aus Anstand und Schnoddrigkeit. Erzählt wird im Präsens, was zur Lebendigkeit der Schilderung nur beiträgt. Die Geschichte ist äußerst schwungvoll präsentiert.

Obwohl sehr viel in die Geschichte hineingepackt wurde, von Familienproblemen bis zu Gewalt unter Kindern und echte Kriminalität, sind die Fäden mit sicherer Hand geführt und geschickt verknüpft. Angst, Hilflosigkeit, Schrecken und Wut sind gut zu fühlen, ebenso wie die Neugier, Spannung und der rasche Wechsel zwischen Zuneigung und Eifersucht, die Kinderfreundschaften bestimmen können. Der Schluß ist sanft gehalten, der Zielgruppe angemessen, ebenso wie die Schilderungen des Verhältnisses zu den Eltern. Auch wenn viel Wert darauf gelegt wird, zu zeigen, daß Kinder selbständig agieren können, finden sie ihren sicheren Hafen dann zuletzt doch bei Mutter und Vater, obwohl diese alles andere als perfekt sind.

Gelungen sind auch die Illustrationen von Barbara Scholz, eigentlich Vignetten über jedem Kapitel. Man sieht jeweils im Vordergrund in klarem Schwarz und Weiß einen Teil der Handlung, sozusagen im Hier und Jetzt, im Hintergrund aber als Schattengestalt all das, was die Probleme und Gefahren auslöst. Das Prinzip wird zweimal durchbrochen, aber auch das hat seinen guten Grund in der Handlung der Kapitel. Bei Kapitel 18 habe ich spontan aufgelacht, Nemo läßt grüßen. Sehr, sehr schön gemacht.

Sehr empfehlenswertes, spannendes und gut geschriebenes Buch für junge Krimileserinnen und – leser. Auch Erwachsene können daran durchaus ihren Spaß haben.

Rezension von Büchereule (magali) 11.01.2008
http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=26565

Librikon.de Leseletter

Das Einfachste der Welt
Ein spannender Kinderkrimi
Quelle: Librikon.de (Leseletter) – Magazin für Kinderbuchkultur, Die Rezensentin ist redaktionelle Mitarbeiterin von Librikon.

„So etwas habe ich mir schon immer gewünscht“, könnten Kinder ihren Eltern bzw. dem Schenker des Buches „Charlie und die Halstuchbande“ sagen, wenn sie diesesausgelesen haben. Es dürfte ihnen schwer gefallen sein, es vor dem Ende aus der Hand zulegen. Nina Petrick schildert den Alltag von Charlie eigentlich Charlotte mit derenkleineren und größeren Sorgen. Was eigentlich aus einer Notlage heraus geschieht, wird zu einem spannenden Kinderkrimi. „Bazille“ ist der Anführer der Halstuchbande und als Charlie ihn beim Klauen erwischt, traut sie sich nicht, mit einem Erwachsenen darüber zusprechen. Ihre Eltern haben eigene Probleme und ihre Tante ist verliebt. Zu allem Überfluss liegt ihre beste Freundin mit Lungenentzündung krank im Bett. Als sich dannaber einige ihrer Klassenkameraden sich dazu bekennen, dass auch sie ebenso wie Charlievon der Halstuchbande um Wegegeld erpresst werden und die neue Schülerin Hanna undderen Bruder bedroht werden, beginnt die spannende Mission der „Kleinen Fische“. Siewollen Bazille überführen. Und es gilt auch noch herauszufinden, was Tante Lillys Freund Frank mit Bazille zu schaffen hat. Ein empfehlenswertes Buch mit kindgerechter Erzählung und passendem Spannungsgehalt, das außerdem aufzeigt, was das Einfachste der Welt vereinfachen kann: Miteinander zu reden!

OHRENBÄR-Kindertipp auf radioBERLIN 88,8

Der Kinderkrimi „Charlie und die Halstuchbande“
Buchtipp vom 26. Juli 2007 OHRENBÄR-Kindertipp auf radioBERLIN 88,8
Quelle: www.ohrenbaer.de

Der Kinderkrimi „Charlie und die Halstuchbande“ ist ein echter Ferienschmöker – von Autorin Nina Petrick spannend, humorvoll und pointiert geschrieben. Im Mittelpunkt steht Charlie, die beobachtet, wie Ronny Baziller – von allen nur Bazille genannt – im Supermarkt klaut! Damit nicht genug: Bazille jagt von nun an mit seiner coolen Halstuchbande den jüngeren Schülern Angst ein. Er zockt Geld ab, droht Gewalt an, Dinge verschwinden … Charlie ist aufgebracht, weiß aber nicht, an wen sie sich wenden soll. Ihre Eltern haben eigene Probleme, den Lehrern will sie auch nicht gleich alles stecken – aber mit ihren Freundinnen und anderen Kindern aus der Klasse beginnt sie, sich zur Wehr zu setzen. Das ist schwierig und gelingt kaum. Verblüfft sind sie darum, als die Bande plötzlich von ihnen ablässt – an der Gegenwehr kann es nicht liegen. Drehen Bazille und Co. jetzt größere Dinger? Sehr dubios findet Charlie Tante Lillis neuen Freund Frank; offiziell Antiquitätenhändler. Denn der scheint Bazille gut zu kennen. Macht er mit der Bande etwa gemeinsame Sache? Einbrüche? Schmuggelei? Charlie und die anderen nehmen die Jagd auf! Die Autorin baut eine komplexe Handlung auf und legt verschiedene heiße Spuren, die sehr dicht am kindlichen Großstadtalltag bleiben. Die schwarzweißen Tuschezeichnungen von Barbara Scholz greifen die jeweilige Etappe der Spurensuche augenzwinkernd auf. Der Kinderkrimi „Charlie und die Halstuchbande“ ist bei dtv junior erschienen und kostet 6.95 Euro.